Vorsorge

Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung

Jeder kann auf Grund einer Erkrankung oder eines Unfalls in die Situation geraten, dass er seine Belange nicht mehr selbst regeln kann. Wer gewährleistet dann die rechtliche und persönliche Vertretung?

Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmen Sie eine oder mehrere Personen Ihres Vertrauens in bestimmten Fällen, unter bestimmten Bedingungen und für bestimmte Bereiche für Sie handeln zu dürfen. Der Bevollmächtigte oder die Bevollmächtigten ist dann in diesem Rahmen berechtigt, für Sie rechtsverbindlich tätig zu werden.

In einer Betreuungsverfügung schlagen Sie eine Person vor, die bei Bedarf vom Betreuungsgericht zu meinem Betreuer bestellt wird. Der Betreuer steht dann, anders als der Bevollmächtigte, unter der Kontrolle des Betreuungsgerichts.

Mit einer Patientenverfügung bestimmen Sie, welche medizinische Versorgung oder Behandlung Sie wollen oder nicht wollen.

Die Patientenverfügung regelt keine Vertretungsbefugnis, sondern ist eine schriftliche Willenserklärung an Ihren behandelnden Arzt, wenn Sie sich nicht mehr mündlich äußern können. Haben Sie sich entschlossen eine Patientenverfügung zu verfassen, ist es sinnvoll, diese mit der Vorsorgevollmacht oder Betreuungsverfügung zu kombieren. Die bevollmächtigte Person oder Ihr Betreuer oder Ihre Betreuerin sind dann in der Lage und Verpflichtung, Ihren in der Patientenverfügung niedergelegten Willen durchzusetzen.